Bräuche/ Traditionen 6. Nikolaustag

Es lebte in Myra ein Bischof namens Nikolaus. Es gibt leider wenige historische Daten über ihn, aber zahlreiche Legenden. Die Mythen sagen, dass Niklaus ein guter Mensch war. Er hat von seinen Eltern ein großes Vermögen geerbt und mit den armen geteilt. Er war großzügig und kümmerte sich um arme Leute, besonders um die Kinder. Er hat Mädchen vor der Prostitution bewahrt, unschuldig verurteilte gerettet und eine Hungersnot abgewendet. Er war ein frommer, menschenfreundlicher Mensch, der dem Volk mit seiner Güte und mit seinem Mut nah war. Er zeigte was Zivilcourage. Nikolaus war der Schutzpatron der Kinder & Seeleuten.
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Bräuche/ Traditionen 5. Dezember Krampustag

Der Krampustag ist der 5. Dezember. Der Vorabend des Festes des heiligen Nikolauses.
Der Krampus  ist im Brauchtum eine Schreckgestalt, die in der Adventszeit nicht fehlen darf.
Er treibt am 5. Dezember in der Nacht auf den 6. Dezember sein Unwesen. Man sieht ihn nicht aber man hört ihn durch seine Kuhglocke und das rasseln seiner Eisenkette.
Kinder die das ganze Jahr unartig waren, müssen sich in der Nacht vor der dämonischen Gestalt hüten.
Der Krampus kommt nur zu jenen Kindern, die unartig waren. Sie werden in seine Pute gesteckt und verschleppt. Wenn die Kinder zurück kommen, sind sie wie ausgewechselt.
Man weiß nicht, was der Krampus in der Nacht von 5. auf 6. Dezember mit ihnen angestellt hat.
Manche Kinder werden auch mit einem Sack Kohle oder mit einer Ruhe bestraft.
Wer artig und böse war,… entscheidet der Nikolaus der uns am 6. Dezember besucht.
Manchmal wird der Nikolaus am 6. Dezember auch von Krampus begleitet.
Der Krampus ist eine Warnung, wenn du dich nicht besserst,… wird dich der Krampus nächstes Jahr holen und bestrafen.

Liebe dämonische Grüße 😀 & XOXO
D.

Bräuche/ Traditionen 4. Dezember Barbaratag

„Heilige Barbara,
Du edle Braut,
Mein Leib und Seel´ dir anvertraut,
Sowohl im Leben wie im Tod,
Kommen mir zu Hilf´ in letzter Not!“

Am 4. Dezember, schneiden wir Barbarazweige (Kirschzweige) und stellen sie bis 24. Dezember in die Vase. Wenn die Zweige am heiligen Abend blühen, bringt es Glück und Segen!

Die Geschichte zur heiligen Barbara
Der wohlhabende Heide Dioscorus ließ seine Tocher aus väterlicher Eifersucht in einen Turm sperren. Nur eine alte Magd hatte Zutritt. Barbara ließ sich heimlich taufen und verteidige trotz Folger standhaft ihren Glauben, weswegen sie von ihrem Vater eigenhändig enthauptet wurde.

Die Legende besagt, dass zu Weihnachten Blumen auf ihrem Grab blühen.

Mit dem Einwässern der Kirschzweige möchte man diese Erinnerung erhalten

Liebe Grüße & XOXO
D.

Weihnachtsgeschichten von Zuhause

Ich bin gerade etwas melancholisch und schwelge in Erinnerungen!

Als ich noch ein Kind war,… war die Adventszeit für mich etwas ganz besonderes. Ich konnte es nicht erwarten bis endlich das Christkind vor der Tür stand und die Geschenke brachte. Jeden Tag habe ich ein Türchen von meinen Adventskalender geöffnet und die Tage bis Weihnachten gezählt.

Heute sitz ich hier und denk darüber nach, wie schön es in der Adventszeit war,… als ich gemeinsam mit meiner Mutter in der Küche stand und gemeinsam Kekse für Weihnachten backten.
Im Hintergrund lief von Peter Alexander und Heintje Weihnachtsmusik. Während meine Mutter die Zutaten für den Teig zusammen geknetet hatte und ich stolz beim ausstechen helfen durfte.

Wenn ich etwas von dem rohen Teig aß, hörte ich immer: „Du sollst nicht den rohen Teig essen,… das ist ungesund davon bekommst du Bauchschmerzen.“ Und wenn die Kekse fertig waren… und ich mir einen stibitze hörte ich ihre mahnente Stimme: „Iss nicht alle Kekse auf, sonst haben wir keine zu Weihnachten.“

Wenn wir fertig mit dem Backen waren, hat sie die Kekse liebevoll verziert und in Keksdosen gepackt und im Schlafzimmer versteckt.

Es war bei uns Tradition, dass erst am 24. Dezember die Kekse und der Stollen auf den Tisch kamen.

Wenn unsere Eltern außer Haus waren, schlich sich mein Bruder heimlich ins Schlafzimmer und versorgte uns mit Kekse.

Irgendwann hat sich meine Mutter gewundert,… dass die Kekse immer weniger wurden. Aber sie hat uns nicht geschimpft oder bestraft. Sie hat sich denk ich gefreut, dass uns ihre Kekse so gut schmeckten.

Liebe Grüße & XOXO
D.

Bräuche/ Traditionen Bratwürstlsonntag

Hallo alle zusammen

Wir haben hier in Oberösterreich einen kleinen Brauch und zwar, gibt es am 1. Adventsonntag verschiedene Bratwürste mit Bratkartoffeln, Brot, Sauerkraut und Senf zum Mittagessen.

Man weiß nicht genau woher der Brauch kommt, es wird viel darüber erzählt. Zum Beispiel hatten früher die Menschen nicht so viel Geld und konnten ihr Tiere nicht mit Nahrung über den Winter bringen, deshalb haben sie das Vieh geschlachtet. Dadurch dass Bratwürste schnell verderben wurden sie in der kalten Jahreszeit produziert und weil der Schafdarm eine teure Angelegenheit war, wurden die Bratwürste für einen besonderen Anlass aufgehoben und daraus entstand angeblich der Bratwürstlsonntag.

Wie jedes Jahr gibt es deshalb bei uns am 1. Adventsonntag Bratwürste zum Essen.

Wer von euch lebt noch diesen Brauch?

Liebe Grüße & XOXO
D.

Bräuche/ Traditionen,… Adventskalender

Der Adventskalender ist einer der schönsten Adventsbräuche die es gibt. Von 1. bis 24. Dezember darf man ein Türchen am Adventskalender öffnen. Jeden Tag rückt man der Geburt Christus ein Stück näher.

Der Adventskalender gehört seit Mitte des 19. Jahrhunderts zum österreichischen Brauchtum.
Es gibt verschiedene Formen des Adventskalenders. Jedes Kalendertürchen hat eine andere Überraschung. Es gibt Kalenderinhalte mit Bilder, Schokolade, Geschichten und andere Inhalte die den Kindern Freude bereiten. Aber der Sinn ist überall der selbe!

Wir haben jedes Jahr einen Adventskalender Zuhause. Seit meiner Kindheit hat mich der Adventskalender begleitet und ich konnte es nie erwarten, bis ich das nächste Türchen öffnen durfte. Die Schokolade schmeckte immer besonders gut, der Meinung bin ich noch immer. Vielleicht mag es auch Einbildung sein, aber die Schokolade schmeckt irgendwie anders, als wenn man sich eine große Tafel Schokolade nach Hause holt.

Seit 2010 gibt es den umgekehrten Adventskalender. Beim umgekehrten Adventskalender geht es nicht darum, die Adventszeit zu verkürzen und etwas zu bekommen. Sondern es geht darum jeden Tag eine Kleinigkeit an haltbaren Lebensmitteln, Hygieneartikel, Kleidungsstücke etc. zu spenden. Dieses soziale Projekt geht von caritative Einrichtungen aus.

Im Grunde hat man das ganze Jahr die Möglichkeit zu helfen, aber ich finde es bietet sich so schön in der Adventszeit an. Sein Herz zu öffnen und nicht nur immer an sich zu denken, sondern auch einmal an andere. Der umkehrte Adventskalender ist hier eine gute Sache mit anderen Menschen zu teilen, die nicht so viel haben.

Seit einigen Jahren unterstützen wir auch einige Projekte, auch unter dem Jahr, weil es uns einfach wichtig ist, dass geholfen wird.
Und egal wie viel oder wenig man hat, man hat immer etwas zu geben, selbst wenn es nur Zeit, einen Platz am Tisch und ein offenes Ohr ist. 🙂

Ich wünsche euch eine schöne, besinnliche Adventszeit!

Liebe Grüße & XOXO
D.

„Oma, wie lerntest du Opa kennen?“

Es war ein lauer Herbstabend. Ich saß auf der Terrasse und schaute in die Ferne. In meiner Hand hielt ich eine Tasse Tee. Die Blätter auf den Bäumen hatten sich bereits bunt verfärbt und die letzten Sonnenstrahlen drangen durch das Geäst. Der Wind fuhr durch mein altes, graues Haar. Ich zog mir meinen Wetterfleck über um mich darin zu wärmen. Plötzlich kam meine Enkeltochter. Sie setzte sich mit einem Foto von ihrem Opa auf meinen Schoß und Fragte mich: „Duuuu Oma,… wie hast du eigentlich Opa kennengelernt?“

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Der Alptraum nimmt kein Ende 4

„Du wolltest doch deinen Bus nicht verpassen?“ Werde ich abermals gefragt und muss feststellen, dass ich mich wieder im Bus befinde.
Ich sehe mich um und erkenne die Gäste der Party wieder. Die Hand die mit im Nacken hält gehört dem Waldgeist.
„Versuch nicht dich herauszureden du Tunichtgut.“ Sagt er und drückt mich schmerzhaft mit dem Kopf gegen das Fenster.
Der Fahrer dreht sich zu uns um „Der Nebel macht mich wahnsinnig, kleiner!“ruft er mir zu.
Im Nebel, so dicht er auch ist, kann ich es Blitzen sehen.
„Wo fahren wir hin?“ Frage ich. Aber ich bekomme keine Antwort.
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Der Alptraum nimmt kein Ende 3

„Er wird kommen um dich zu holen!“
Immer wieder höre ich diesen Satz.
Ich öffne die Augen aber ich kann trotzdem nichts sehen. Panik breitet sich aus.
Was ist geschehen? Denke ich mir.
„Sie kommen!“ Höre ich eine Stimme aus der Ferne rufen.“Beeil dich, sie kommen!“
„Was ist los, wer? Was?“
Plötzlich wird es hell. Aber dieses Mal war es kein Blitz, sonder die Deckenlampe.
Meine Frau kommt in den Raum und ruft mir zu:“Schatz beeil dich, unsere Gäste kommen bald. Du solltest noch duschen und dich umziehen. Der Müll muss raus und der Tisch gedeckt werden.“
„Bei dem Regen gehe ich nicht raus.“ Sage ich zu ihr „Was ist hier los? „
„Als wir nach Hause kamen bist du gestolpert. Der Strom war ausgefallen. Zum Glück bist du gleich neben das Sofa gefallen so musste ich dich nicht weit tragen. Mittlerweile habe ich die Sicherung wieder eingeschaltet. Aber jetzt beeil dich, Mein Schatz. Und was soll das Gerede von Regen?“
Ich schaue aus dem Fenster. Es ist dunkel, aber kein Anzeichen von Regen. Verwirrt denke ich nach und komme zu dem Entschluss, dass ich den gestrigen Abend verschlafen haben muss.
Am Fenster fährt ein Bus vorbei. Der Fahrer grüßt mich mit einem verzerrten Lächeln.
„Ich habe meinen Bus verpasst“ sage ich.
„Welchen Bus?“, fragt meine Frau. Ich ignoriere die Frage und setze mich in meinen Sessel.
„Welche Besucher?“ frage ich. „Aber du weisst doch, dass wir unsere Nachbarn eingeladen haben.
Zu unserer Halloweenparty heute Nacht!“
Das kann nicht sein, denke ich. Kein Regen, kein Bus. Was geschieht hier?
Ich nehme eine Dusche und lasse mir meine Erinnerungen durch den Kopf gehen. Wenn heute Halloween ist, wieso regnet es dann nicht? Und welche Party?
Als ich zurück ins Wohnzimmer komme werde ich bereits erwartet. Alle sind sie verkleidet, also weiß ich nicht genau wer wer ist.
Aber das soll mich nicht weiter stören, ich kenne unsere Nachbarn bei weitem nicht so gut wie meine Frau.
Das einzige das ich bei allen erkenne sind die verachtenden Blicke, die mich treffen. Wahrscheinlich weil ich nicht verkleidet bin.
Ein großer Mann im Kostüm eines Waldgottes oder so etwas ähnliches kommt auf mich zu.
„Du wolltest doch deinen Bus nicht verpassen?“ Flüstert er mir ins Ohr und geht an mir vorbei. „Welchen Bus?“ Frage ich während ich mich umdrehe, aber ich kann den Mann nicht mehr sehen.
Ein Gast im Kostüm eines verbrannten Toten wünscht mir einen schönen Abend und sagt zu mir „ganz schön nebelig heute, was?“. Schön langsam überkommt mich Panik. Was ist hier los?
Als wäre sie ganz nah, höre ich eine laute Hupe ertönen, aber es passiert nichts.
„Dieser Nebel macht mich wahnsinnig!“ Schreit ein anderer Gast in die Menge. Er kommt mir sehr bekannt vor, aber nicht so, als wäre er verkleidet.
Plötzlich ertönt ein Donnern, so laut als hätte der Blitz direkt ins Haus eingeschlagen hätte. Das Licht geht wieder aus und alle beginnen hysterisch zu schreien. „Nur die Ruhe bewahren“, ruft der Gast von vorhin. „wir haben es gleich geschafft.“ Unter meinen Füßen sehe ich Nebel aufsteigen.
„Pass auf, dass er dich nicht holt!“, höre ich meine Mutter abermals aus der Ferne rufen. Der Nebel wird immer dichter. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir uns eine Nebelmaschine angeschafft hätten.
Eine feuchte Hand ergreift meinen Nacken von hinten.

FORTSETZUNG FOLGT

Der Alptraum nimmt kein Ende 2

Mein Arbeitstag war schrecklich. Der Stress pur. Das muss wohl der Grund für meine Halluzinationen sein.
Ich kann mich kaum erinnern, wie ich mit dem Bus nach Hause kam.
Das letzte an das ich mich erinnern kann ist der dichte Nebel. Überall dieser Nebel.
Vielleicht hilft ein Nickerchen. Aber zuerst sollte ich noch etwas Essen.
Wenn ich so nachdenke, ….. den ganzen Tag über fühle ich mich schon beobachtet.
Schatten huschen in meinen Augenwinkeln herum. Hier und da höre ich ein Kinderlachen.
Da spielt mir doch jemand einen Streich.
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