[Kindheitsgeschichten] Über Lebensmittel, die Haltbarkeit und Zeit mit der Familie

Hallo alle zusammen

Neulich saß ich so mit meinem Mann auf dem Sofa und wir haben so über die Vergangenheit gesprochen. Wie es früher in unserer Kindheit war.

Unsere Mütter hatten beide nicht viel Geld trotzdem gab es immer eine warme Mahlzeit auf den Tisch. Unsere Mütter kochten mit wenig Geld herzhafte Speisen die unsere Bäuche füllten.
Ich denke, das liegt auch daran, dass unsere Eltern das Denken ihrer Eltern übernommen haben. Die zum Teil den 2. Weltkrieg und den Wiederaufbau erleben durften. Sie waren sehr sparsam mit ihren Geld und wussten wie man aus Resten noch etwas zum Essen kochen kann.
Leider ging dieses Denken im laufe der Jahre verloren, da die Großeltern kaum ihre Rezepte aufschrieben und an ihrer nächsten Generation weiter gaben. Erst in den letzten Jahren merkte man intensiv dass unsere Generation zum Nachdenken anfing. Nachhaltigkeit war in aller Munde. Was konnte man aus den Lebensmitteln die man Zuhause hatte noch machen? Wie konnte man Lebensmittel länger haltbar machen? Ein Thema das unsere Generation nun beschäftigt in einer Zeit wo die Krise herrscht. Ich finde es gut, dass man zum alten Denken zurückkehrt und Ressourcen spart.
Dadurch, dass wir im Moment nicht raus gehen sollten, versucht man so lang wie möglich mit seinen Lebensmitteln auszukommen. Man überlegt sich neue Strategien. Vorkochen, einfrieren, einmachen, haltbar machen, dass sind jetzt Themen die präsent sind.

In meiner Kindheit erlebte ich oft, wie meine Eltern Lebensmittel horteten. Mehl, Zucker, Nudeln, Reis gab es in Hülle und Fülle. Fleisch wurde vom Fleischhacker geholt, frisch vom Metzger. Meine Eltern bestellten meistens eine halbe Sau. Sie schnitten das Fleisch selbst und lagerten es im Gefrierschrank. Gemüse gab es meistens von meiner Oma frisch aus dem Garten. Selbst da saßen meine Eltern immer gemeinsam am Tisch und schnitten alles klein, um es einzufrieren.

Natürlich gingen meine Eltern auch in den Supermarkt einkaufen, aber damals war es nicht so ein Thema alle Lebensmittel frisch zu kaufen. Erst Ende der 90’ger viel mir auf, dass sich das Denken meiner Eltern etwas verändert hatten. Sie horteten die Lebensmittel nicht mehr so wie früher. Sie gingen lieber frisch einkaufen und waren über die Auswahl der Produkte fasziniert.

Aber ich kann mich gut daran erinnern, als unser kleiner Spar von Montag bis Freitag von 8 bis 12 und von 13 bis 18 Uhr offen hatte. Und Samstag von 8 bis 13 Uhr. Das waren noch Zeiten.
Wenn ich mich so recht zurück erinnere, gab es damals beim Spar nur regionale Produkte und die exotische Vielfalt  und Auswahl an Lebensmittel kamen erst viel später.
Das schöne war, man kannte sich auch untereinander und es war eine Vertrauensbasis hier. Unsere Eltern und Großeltern konnten bis zum Monatsende auch anschreiben, was man sich in der heutigen Zeit gar nicht mehr vorstellen kann. Da die Vertrauensbasis sehr durch die Kriminalität zerstört wurde.

Unsere Eltern und Großeltern kamen damals auch mit den Öffnungszeiten zurecht.
Dadurch hatten unsere Eltern auch mehr Zeit für die Familie, für uns Kinder.
Ich versteh bis heute nicht warum man die Öffnungszeiten auf 21 Uhr erweitern musste. Dadurch haben die Eltern viel weniger Zeit für die Familie und für die Kinder.
Wenn die Eltern am Abend Nachhause kommen, sind sie auch müde von der Arbeit und wollen im Grunde nur ihre Ruhe haben. Aber dann ist auch noch der Haushalt zu machen und die Kinder gehören auch noch mit Essen versorgt, da ist es einfach einmal schnell zu einem Fertigprodukt zu greifen. Es ist auch einfacher die Kinder vor den Fernseher oder vor die Konsole zu setzen oder das Handy in die Hände zu drücken. Hauptsache sie sind beschäftigt und man hat nach der Arbeit seine Ruhe.

Ich denke dass man jetzt durch Krise auch wieder sieht, wie wichtig und wertvoll die Zeit mit der Familie ist. Man sieht auch, dass man keine 21 Uhr Öffnungszeiten braucht. Man sieht das man sparsam mit seinen Lebensmitteln umgehen kann. Das man mehr als nur eine Mahlzeit aus einem Produkt bekommt. Dass frisch kochen gesünder  und wertvoller ist als die Fertigprodukte.

Ich denke dass die Krise uns zeigt, dass es auch anders geht, dass es besser geht. Dass man seinen Fokus, auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben, legen sollte. Es ist eine Chance, dass man vielleicht wieder etwas mehr zum Ursprung zurückkehrt und ich denke diese Chance sollten wir wahrnehmen!

Liebe Grüße &

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