Ein Fest für die Toten

Allerheiligen ist ein Fest der Sterblichkeit. Man gedenkt seinen Ahnen. Jene Menschen die vor uns lebten und starben. Man drückt mit diesem Fest die Dankbarkeit, die Wertschätzung aus und beschenkt an diesem Tag die Toten Verwandten.

Auch wenn der Blick in die Endlichkeit des Lebens nicht leicht ist, tröstet die Erinnerung an die gemeinsame Zeit.

Jeder geht mit dem Verlust eines verstorbenen Menschen anders um.

Mich tröstet der Gedanke, dass der Schleier zur Anderswelt zu Allerheiligen dünner wird. Dass die Seelen unsere Welt besuchen können.

Ein Fest für unsere Verstorbenen.
Ein gedeckter Tisch darf dabei nicht fehlen.

Statt Halloween ein Fest zu Gedenken der Verstorbenen!

Vielleicht klingt es für euch makaber, aber ich habe mir überlegt, ein kleines Ahnenessen zu bereiten und habe den Tisch dafür festlich gedeckt. Allerdings nur mit Dingen die ich mit den verstorbenen assoziiere.

 

 

Meine Mutter hat gerne gestrickt und gehäkelt, aus diesem Grund habe ich eine handgemachte Häkeltischdecke aufgelegt. Meinem Stiefvater gefiel die Farbe grün, deshalb auch die grünen Vasen.
Auf den Vasen habe ich im Vintagestyle kleine Häkeldecken mit einer Paketschnur befestigt. Weiße Stabkerzen habe ich an den Enden zurecht gespitzt und in die Vasen gesteckt. Ich dachte mir, dass Chrysanthemen und Erika sehr herbstliche Blumen sind und dass ich ein paar Blüten davon in die Vase gebe. Ein paar Zapfen, aus dem Wald, liegen auch noch auf dem Tisch.

Dadurch, dass ich nur vier Platzdeckchen hatte und vier Stoffservietten, dachte ich mir dass ich etwas Abwechslung rein bringe.

Wein- und Wassergläser dürfen auch nicht fehlen. Ein extra Glas und ein Teller für die Verwandten gibt es natürlich auch. Darauf platziere ich noch ein Stück Brot und ein Glas Wein das vom 31. Oktober bis 2. November liegen bleibt. Falls die Verwandten noch Hunger und Durst haben, können sie sich am Tisch bedienen. Nächsten Tag, wenn der Feiertag vorbei ist und wenn das Brot hart ist, wird es für Tiere gespendet.

 

Zu Allerheiligen, werden Speisen gekocht, die gerne von den verstorbenen Verwandten gegessen werden. 

Meine Mutter mochte am liebsten Bratknödel und mein Stiefvater gebratenes Rindschnitzel mit Zwiebelsaft und ein Stück Brot.
Am Tisch werden Geschichten über sie erzählt. Man lacht und weint, aber das schöne an diesem Fest ist, dass sie nicht in Vergessenheit geraten.

Nach dem Essen besuchen wir das Grab und verabschieden uns von den Verwandten.

Ich wünsche euch einen schönen Feiertag.

Liebe Grüße &

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s