Gedanken zum Thema Gerechtigkeit

Gerechtigkeit

Das Wort Gerechtigkeit kommt aus der antiken Philosophie. Gerechtigkeit stand als Maßstab für ein individuelles, menschliches Verhalten. Gerechtigkeit wird als menschliche Tugend beschrieben und steht Jedem zu.

Im Mittelalter verlagerte sich das Begriff der Gerechtigkeit. Man war der Meinung, dass Gerechtigkeit eine göttliche Größe ist.
Gerechtigkeit wird dem erfahren, der im Namen Gottes handelt und sich an dessen Gesetze hält.Dabei ging es hierbei aber nicht darum bereits im Leben Gerechtigkeit zu erfahren, sondern erst nach dem Tod.
Hier wird die Waagschale in den Fokus genommen. War man ein frommer, gottesfürchtiger Mensch in seinem Leben und hielt sich stets an Gottes Vorgaben, so kommt man in den Himmel.
Andernfalls muss man in die Hölle.
Die Kirche machte es sich hier einfach und versprach seinen Gläubigern unter anderem die absolute Erlösung alle Sünden und einen festen Platz im Himmel wenn man zum Beispiel an den Kreuzzügen teil nahm.
Dass es hier aber um das Menschenleben anderer Kulturen ging wurde Nebensache. Blöd nur dass man damit gegen eines der 10 Gebote verstieß:
„Du sollst nicht töten.“ Ob ein Kreuzzug Mord rechtfertigen soll ist mir schleierhaft.

In der Renaissance kippte das Gewicht der Gerechtigkeit abermals. Diesmal wurde die göttliche Gerechtigkeit durch das Naturrecht ersetzt.
Gerechtigkeit lag nun in der Hand von Mutter Natur. Gerechtigkeit ist hier schon eine allgemeine Größe. So kommt es von da an zu vermehrten Naturkatastrophen.
Man spricht davon, dass Die Natur ihr Recht einfordert uns Gerechtigkeit in vorm von „Rache“ zuzuteilen.
Die Natur handelt im Namen der Erde und wehrt sich gegen die „Ungerechtigkeiten“ welche die Menschheit ihr antut.
Viele Menschen streben von nun an nach dieser Gerechtigkeit und darum wieder mehr im Einklang mit der Natur zu leben.

Mittlerweile gilt die Gerechtigkeit wieder als Grundform für das zwischenmenschliche Zusammenleben.
Hier werden die göttlichen und philosophischen Grundsätze vermischt.
Die Zehn Gebote fließen direkt in die Gerechtigkeit ein und sollen das zusammen Leben „gerechter“ machen. Wer sich nicht daran hält wird von der Gesellschaft durch einen „unparteiischem“ Richter verurteilt. Der Mensch hat die Gerechtigkeit als Tugend verloren und muss sich durch gerechtes Verhalten in die Gesellschaft integrieren.

Des Weiteren lässt sich das Wort Recht aus der Gerechtigkeit ableiten worauf sich viele heute stützen.
So nimmt jeder an auf bestimmte Dinge, Voraussetzungen und ähnliches Recht zu haben.
Sehr stark schiebt sich hier das Menschenrecht in den Fokus. Dem Menschen werden bestimmte Grundsätze vorausgesetzt.
Jeder Mensch muss sich Esse und Wohnen leisten können, hat das Recht auf Arbeit und darf sich nicht unterdrücken lassen. Das Recht auf Bildung wird immer lauter.
Nicht immer und vor allem nicht überall wird das Menschenrecht vollends ernst genommen.
So kommt es in unserer Gesellschaft zu einem starken Ungleichgewicht und „Ungerechtigkeiten“.
Auf der einen Seite können sich Menschen ohne weiteres mehr als nur eine Wohnung leisten bzw. genießen mehr Luxus als notwendig während auf der anderen Seite Menschen jeden Tag um ihr nacktes Überleben kämpfen müssen.

Meiner Meinung nach müssen die Menschen überall auf der Welt das selbe Recht auf Arbeit, Wohnen und Essen genießen und sich eine freie Meinung bilden dürfen.

Aber:

  • Wer hat Recht worauf
  • Wer das Recht zu entscheiden, wer worauf Recht hat?

Was meint ihr dazu?

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende.
Liebe Grüße &

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s